• Dennis

Jede Mühe wert?

Immer wieder sieht man auf diversen Social Media Seiten Bilder von Sonnenaufgängen in den Bergen. Da fragt man sich doch, ob das frühe Aufstehen wirklich jede Mühe wert ist? Ein persönlicher Erfahrungsbericht bringt Licht ins Dunkel.

Rrrriiing, Rrrriiiiiiiinnng, der Wecker meines Handy`s reißt mich aus dem Schlaf. Mit einem Auge schaue ich auf die Uhr - es ist halb vier. 3 Uhr 30, Sonntag Morgen! "Was tue ich mir eigentlich an", denke ich mir als ich mich aufrichte und wie ein Häufchen Elend da sitze. Ich fühle mich als ob ich nur 5 Stunden geschlafen hätte - ich überlege und stelle fest: "Es waren nur 5 Stunden!" Einen kurzen Augenblick denke ich daran mich wieder hinzulegen. "Nee, das mache ich jetzt nicht" nehme ich mir vor und stehe auf um mich für die Sonnenaufgangs-Tour fertig zu machen. Ich versuche besonders leise zu sein um meine Frau nicht auf zu wecken und bewege mich Richtung Bad. "Sie hat es gut - sie kann liegen bleiben" schwirrt es mir durch den Kopf. Im Bad angekommen folge ich meiner morgendlichen Routine - nur eben etwas träger. Danach geht es in die Klamotten. Alles liegt fein säuberlich vor mir - "Die Vorbereitung am Abend zuvor hat sich gelohnt!" denke ich mir und ziehe mich an. Langsam werde ich fit und die nächtliche Müdigkeit schwindet - es folgt ein Gefühl der Vorfreude: Gleich geht es raus in die Natur. Die Dunkelheit, die Ruhe, die Abgeschiedenheit - all das erwartet mich gleich.

Noch schnell einen Espresso als Kickstarter, ab ins Auto und dann zum Ausgangspunkt der Tour. Angekommen, ausgestiegen und gedacht: "Oh man.. es ist doch kälter als vermutet. Und jetzt im Dunkeln da hoch... Ach warum nur?" Etwas genervt mache ich mich auf den Weg aber kurz darauf weicht dieser Gedanke und ich fühle mich eins mit der Natur. Kein nervendes Geräusch, keine Menschen, kein schlechter Gedanke - nur ich und der Weg!

Nach ca. eineinhalb Stunden habe ich den Wald hinter mir gelassen und ich mache eine längere Pause. Den Blick abwechselnd ins Tal und den Himmel gerichtet trinke ich eine Kleinigkeit und mache mich anschließend wieder auf, um das Highlight nicht zu verpassen. Schließlich will ich die Strapazen nicht umsonst aufgenommen haben.

Der restliche Aufstieg erfolgt fast schon in der Dämmerung und ich kann erahnen, was

mich da oben gleich erwarten wird.


Der Sonnenaufgang!

Ich setze mich auf den Boden, packe meine Jause aus und genieße das Naturschauspiel. Alleine, in völliger Ruhe! Ich verfolge das wechselnde Farbenspiel und als die ersten Sonnenstrahlen auf mein Gesicht treffen, spüre ich ihre Kraft. Genüsslich beiße ich in mein Brot, denke mir: "Ein Frühstück mit dieser Aussicht hat jetzt auch nicht jeder" und bin dankbar für alles in meinem Leben. Im Normalfall bin ich von "Bäume umarmen" weit entfernt, aber bei diesem Panorama denkt man doch um einiges tiefer. Die Mühen des Aufstiegs sind im Nu verschwunden und ein Gefühl der Zufriedenheit macht sich breit. Genau aus diesem Grund sollte man so etwas regelmäßig machen: Zufriedenheit! Viel zu selten sind wir uns diesem Gefühl bewusst!

Abschließend kann ich nur bestätigen was die "alten Hasen" immer sagen: Ja, dieses Naturschauspiel ist jede Mühe wert!

Ich kann es nur jedem empfehlen so etwas mal live zu sehen und wenn Du nicht alleine unterwegs sein willst, dann gibt es ja das Team von Mountain Days, das Dich gerne begleitet.


Also, runter von der Couch und raus in die Natur!

Euer Dennis.




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